Aktuell --> 
Workshop und Ausstellung

HOMING 


descoperind acasă // auf der Suche nach Zuhause. In Timișoara und in Stuttgart.  


Zuhause tut gut. Zuhause tut weh. Zuhause liegt verborgen.

Irgendwo auf den vielen Wegen, die wir gegangen sind, haben wir das Gefühl für Zuhause verloren. Wir füllen diese Lücke mit Ritualen, mit Musik, mit Essen. Indem wir die Geister unserer Kindheit beschwören. Indem wir das neue Zuhause zum Transit erklären. Indem wir die alte Heimat mit prunkvollen Häusern zubetonieren, die wir nie beziehen, ja, die wir nicht einmal vollenden werden. Eine Millionen Häuser wie eine Millionen Decken, mit denen wir die Sehnsucht vor uns selbst verbergen und uns darin verstecken.

Was ist Zuhause? Eine Erinnerung, ein Ort, eine Hoffnung?

Um diese Decken zu lüften hat das rumänisch-deutsche Künstlerïnnenkollektiv HOMING seit Frühjahr 2019 untersucht, wie sich Menschen ein Zuhause schaffen. Über ein halbes Jahr lang haben die Künstlerïnnen mit Aufgebrochen gesprochen, mit Zurückgekehrten, mit Seeligen und mit Verlorenen. Hunderte tief trauriger und schwer komischer Geschichten von Zuhause haben sie dabei gesammelt, mal rätselhaft, mal sehnsuchtsvoll, mal mit bitterem Beigeschmack. Die Frage nach dem Kern des Zuhause führt mitten hinein ins tiefste Innere des Menschen. Die Ausstellung am Ende dieser Treppe ist das Ergebnis dieser Suche. Eine Million Decken, unter denen sich der unteilbare Kern - das Zuhause - verbirgt.

Stufe für Stufe nähern wir uns. 



what-is-homing.eu

[Mai 2019 - Mai 2020]



Grabung und Dokumentation

WALHALLA 2


The future was might be confusing. Politische Archäologie im Futur II. In Hamburg und in Berlin.  


“Kann man diese Zukunft im Jetzt verunmöglichen? Kann man sie jetzt schon ausgraben und als Geschichte abschließen, sie ins Museum stecken, in einen Glaskasten, um eine kritische Distanz zu ihr zu bekommen? Wenn wir sie uns als abgeschlossene Zukunft anschauen, können wir dann eine Haltung zur Zukunft bekommen, die uns souveräner macht?



“Das Original-Walhalla bei Regensburg ist genau das, was es zu problematisieren gilt. Nämlich, dass da eine kulturelle Fiktion erschaffen wird im Rückgriff auf vermeintliche Vergangenheiten – griechisches Pantheon, ein nordischer Mythos, den niemand richtig gelesen hat und dann noch ein paar Bezugspersonen dazu, auf die sich alle einigen können sollen: Goethe, Schiller und eventuell noch Hildegard von Bingen als einzige Frau – als bedeutende Personen „deutscher Zunge“, wie es heißt. So war es ja von Ludwig II. geplant: Ein identitätsstiftendes Moment, eine kulturelle Fiktion zu schaffen, die es ermöglicht, dass zukünftig ein deutscher Nationalstaat möglich ist.“ 


Dokumentationszentrum.info

[April 2018 - Oktober 2018]